Stockfotos rechtssicher Nutzen und Teilen

Bilder für Webseiten, zur Illustration von Artikeln sind allgegenwärtig und werden nicht nur auf den primären Internetseiten verwendet, sondern dank Social Media -gewollt oder ungewollt- auch fleißig geteilt und verbreitet.

Die vorproduzierten Aufnahme werden zumeist als Stockfotos über Bildagenturen vertrieben und verkauft bzw. lizenziert.

Hier ist darauf zu achten, dass bei Nutzung der Bilder zum einen die entsprechenden Lizenzen vorliegen, zum anderen ist zu prüfen, ob
Ihre Bilder die nötigen Urheberhinweise im Bild führen

Das LG Köln (LG Köln 14 O 427/13)hatte zum Beispiel im Falle der Nutzung von Pixelio-Aufnahmen entschieden, das Urhebervermerke direkt im Bild selbst untergebracht werden müssen.
Würde ein Bild direkt per URL aufgerufen und ist der Urhebervermerk nicht zu sehen, liegt ein abmahnbarer Verstoß vor.

Das OLG Köln konnte dem nicht zustimmen und sah das Speichern des Fotos unter der Bild-URL nicht als eigenständige Verwendung iSd Lizenzbedingungen von Pixelio in der bis zum 6.2.2014 geltenden Fassung an. Zudem würde eine derartige Auslegung der Nutzungsbedingungen der Branchenübung und den technischen Gegebenheiten bei der Seitenprogrammierung widersprechen. Die Berufung wurde also zurückgenommen , dennoch zeigt das die Unsicherheiten, die selbst in der Rechtsprechung hier herrschen.
Das lustige an dieser Entscheidung war zudem, dass das LG Köln selber nicht die von ihm vorgeschlagene Praxis auf der Internetseite des Gerichts befolgte.
Derzeit gehen auch Hiobsbotschaften von Abmahnungen bei Facebook für geteilte Inhalte bzw. den damit verknüpften Vorschaubildern rum.
Auch hier wird zum Teil bewusst Panik geschürt, ohne dass es dazu tatsächlich Veranlassung gäb. Inwieweit das Teilen von Vorschaubildern über Facebook oder andere Social Media Kanäle tatsächlich eine Rechtsverletzung darstellt ist höchstrichterlich noch nicht geklärt.
Der BGH hatte bezüglich ähnlicher Vorschaubilder bei Google in seinen Vorschaubilder-Entscheidungen (zuletzt BGH, Urteil vom 19.10.2011 – I ZR 140/10 – Vorschaubilder II) entschieden, dass derjenige der seine Inhalte ins Internet einstellt, sich nicht gegen “übliche Nutzungshandlungen im Internet” wehren kann, sofern nicht entsprechende (technisch mögliche) Vorkehrungen gegen diese Erfassung getroffen worden sind.
Das sei selbst dann der Fall, wenn ein Dritter, dem Nutzungsrechte von dem Urheber eingeräumt worden sind, die Bilder seinerseits ins Internet gestellt hat .
Das spricht dafür, dass der BGH bei verkleinerten Vorschaubildern von einer zulässigen Nutzungshandlung ausgeht und auch das Teilen von Vorschaubildern über Facebook rechtlich unkritisch ist. Auch das hängt allerdings stark vom Einzelfall ab. Sprechen Sie uns an und sichern Sie sich ab!